Titration

SunChrom hat für die titrimetrische Bestimmung von Sulfit in Wein die Suntitro II-Anlage entwickelt. Eine der Maßgaben bei der Entwicklung war die größtmögliche Flexibilität des Gerätes in Bezug auf andere titrimetrische Bestimmungen. So können mit Suntitro II nicht nur SO2 in Wein und anderen flüssigen Proben bestimmt werden, sondern die Summe der freien Säuren als Weinsäure, die flüchtige Säure (hauptsächlich Essigsäure) und viele andere Bestimmungen mehr durchgeführt werden. Es ist sogar eine Belüftung der stark kohlensäurehaltigen Proben wie Sekt oder Schaumwein vorgesehen.

Aufbau der Titrolyzer-Anlage

Titrationseinheit

Suntitro II TitrationseinheitSuntitro II-Anlagen bestehen aus der Titrationseinheit mit zwei Dispensern, mit je einem 8-Wege-Ventil. Meistens ist einer der Dispenser für die direkte Titration- und der zweite für die Dosierung der Chemikalien vorgesehen, um nasschemische Reaktionen automatisch durchzuführen. Damit ist Suntitro II nicht nur ein Titrator, sondern ein vollwertiger chemischer Analysenautomat.

 

Die Titrationseinheit beherbergt neben einem oder mehreren Dispensern auch die gesamte Elektronik nebst Spannungsversorgung. Sie ist so beschaffen, dass der Anwender sich nicht einmal um die Spannungswerte in seinem Labor kümmern muss. An diese Elektronik können neben den Platinelektroden auch pH-Elektroden angeschlossen werden. Die Verstärkereinheit für die genannten Elektroden sind ebenfalls bereits in die Elektronik integriert.

Abb.1 Titrationseinheit des Suntitro II

Probenteller

Die zu messenden Proben werden auf einem Probenteller platziert, der von der Elektronik bzw. Software gesteuert wird. Neben den Proben verwaltet der Probenteller auch die Elektroden. So ist der Elektrodenarm drehbar und kann zwei Elektroden aufnehmen. Dadurch entfällt das lästige Wechseln: die Elektroden stehen dem Anwender jederzeit zur Verfügung. Der Probenteller/Wechsler ist mit Kunststoff beschichtet und dadurch chemisch weitgehend resistent. Der Probenteller lässt sich einfach unter fließendem Wasser reinigen. Für die Bestückung und Füllung der Probengläser kann er abgenommen werden. titrolyzer-ii-007

Abb.2 Probenteller mit Elektrodenhalterungen

Software-Steuerung

Eine intuitive und leicht erlernbare Software steuert alle Module der Anlage, nimmt die Daten auf und führt die quantitativen Berechnungen durch. Die Messergebnisse werden zum Schluss in Listenform ausgedruckt. Neben dem Ausdruck werden die Ergebnisse in zwei Report-Dateien festgehalten. Diese Textdateien können von anderen Programmen gelesen und weiter bearbeitet werden. So kann die Labordatensoftware der Fa. Göttert die Titrationsergebnisse direkt und zeitgleich übernehmen und mit anderen Messergebnissen integriert werden. Die sehr flexible und offene Software erlaubt dem Anwender, eigene Anwendungen mit speziellen Abläufen zu programmieren. Diese können auch chemische Umsetzungen oder Messungen, sogar eine Kombination derer, sein. Dabei sind sogar zweistufige Reaktionen erlaubt, die nacheinander ablaufen können.
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Die Reaktionen, Abläufe, alle Einstellungen und Messsignale werden direkt am Bildschirm visualisiert und können vom Anwender zeitgleich verfolgt werden. Diese Eigenschaft erleichtert die Programmentwicklung enorm.

Abb.3 Echtzeit-Darstellung der Titration und der Ergebnisse sowie Parameter auf dem Monitor

Weitergehende Informationen über die technische Spezifikationen, physikalische Dimensionen u.a. können Sie unter SO2- und Reduktone finden. Ebenda wird auch die Softwaresteuerung ausführlich beschrieben.